Fukushima Mahnwache in Burglengenfeld

ÖDP fordert den sofortigen Atomausstieg und den Ersatz von Atom- u. Kohlestrom durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien.

Vor ca. 25 Teilnehmern erinnerte ÖDP-Kreisvorsitzender Alfred Damm an die tausenden von Toten und die Menschen in Japan die durch die Reaktorkatastrophe ihre Heimat und ihr Hab und Gut verloren haben. Er ging auch auf die weiterhin vorhandenen Risiken der Atomkraft ein und forderte den sofortigen Ausstieg aus der Kernkraft. Die Unglücke zeigten, "dass die Atomkraft nicht beherrschbar und der Mensch gegen Naturkatastrophen wie in Fukushima machtlos ist", so Damm.  

Einen Ersatz des Atomstroms durch den Neubau von Kohlekraftwerken lehnt die ÖDP ab und ist wg. der drohenden Überhitzung der Erde für sie keine Alternative. Deswegen fordert die Partei, dass die erneuerbaren Energien, v. a. Wind und Solarenergie massiv ausgebaut werden müssen anstatt die Energiewende in Deutschland und in Bayern abzuwürgen.

Dazu stellte Damm die Fragen:  

- Wo bleiben Markteinführungsprogramme für Kurzzeit- und Langzeitspeicher mit den notwendigen Gewinnanreizen?

- Warum blockiert die Seehofer-CSU die notwendige Fläche für den Ausbau der Windenergie durch unsinnige 10 h Abstandregelung?  

- Warum wird nicht wirklich konsequent der Rückbau von Braun- und Steinkohlekraftwerken angepackt, im gleichen Maße, wie Solar- und Windanlagen ausgebaut werden? Rückbau zum einem wegen ihrer Klimaschädlichkeit – zum anderen aber auch - damit nicht zwei inkompatible Stromversorgungssysteme gleichzeitig betrieben und bezahlt werden müssen! Die Folge davon sind die geplanten neuen Gleichstromtrassen (Südostlink), die in Wirklichkeit Braunkohlestrom und nicht Windstrom nach Bayern bringen, da sich Kohlekraftwerke eben nicht kurzfristig an- und abfahren lassen.

- Wann kommt endlich eine Modifizierung des EEG. Es wäre z. B. höchste Zeit die gesunkenen Strompreise der Strombörse auch an die Verbraucher weiterzugeben.

- Und wann will man ernsthaft die Einsparung von Energie anpacken.

"Hierzu vermisse ich ein klares Konzept der Bundesregierung und des Freistaats Bayern! Offensichtlich ist der Einfluss der Stromkonzerne mit ihren Lobbyisten und ihren Parteispenden immer noch so groß, dass sie eine echte Energiewende verhindern können. Hier hilft nur ein deutlicher Denkzettel der Wähler bei der Bundestagswahl im September", so Damm.


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