Volksbegehren "Rettet die Bienen - Stoppt das Artensterben" gestartet!

Zeit zu handeln! Bernhard Suttner sprach in Nabburg über die Ziele u. Notwendigkeit des Volksbegehrens der ÖDP.

Bei der Auftaktveranstaltung zum ÖDP-Volksbegehren "Rettet die Bienen - Stoppt das Artensterben" im gut gefüllten Nebenzimmer des Gasthauses Kräuterbeck sprach Bernhard Suttner als stellv. Bevollmächtigter für das Volksbegehren.

 

Suttner erklärte gleich einleitend, dass es nicht "nur" um die Bienen gehe, sondern um den Artenschutz als Ganzes. Das VB wolle das Bayerische Naturschutzgesetz ändern, um den Arten- u. Biotopschutz zu verbessern. "Der Artenreichtum ist ein hohes Gut. Dieses ist leider massiv bedroht. Bei den Wildbienen seien Verluste von bis zu 50% zu beklagen, bei Schmetterlingen 80%. Es ginge auch um Vögel, Fledermäuse, Amphibien und viele andere Lebewesen", so Suttner.

 

Er nannte die Gründe dafür: Mit den Pestiziden würde zu viel Gift ausgebracht. Zu viel Stickstoff gelange in den Boden, wodurch viele Arten verschwinden. Es werde zu früh u. zu viel gemäht, dadurch gebe es zu wenig Blühwiesen. Die Felder werden immer größer, so dass Raine u. Feldgehölze verschwinden. Durch die Zerschneidung der Landschaft würde der genetische Austausch verhindert.

 

Suttner nannte konkrete Vorschläge des Volksbegehrens für ein verbessertes Gesetz zum Artenschutz. Bis zum Jahr 2039 sollten 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bewirtschaftet werden. An den Gewässern sollen 5m breite Uferrandstreifen von der Bewirtschaftung frei gehalten werden u. damit ein Biotopverbund geschaffen werden. In Staatswäldern sollte gleich berechtigt mit der Bewirtschaftung das Ziel der biologischen Vielfalt beachtet werden. Der Redner forderte auch, das der Artenschutz in allen Lehrplänen verpflichtend enthaltend sein müsse. Schließlich sollte der Artenschutz als Verpflichtung in die Verfassung aufgenommen werden.

 

 „Ganz sicher werden wir im Verlauf des Begehrens über das Kernthema sprechen, nämlich wie wir bäuerlich wirtschaftende Familienbetriebe retten. Das bedeute, dass es zu einem Paradigmenwechsel kommen müsse. „Wir müssen die Richtung ändern, die Ideologie vom ,Wachsen oder Weichen‘ aufkündigen und die naturnahe, bäuerliche Landwirtschaft endlich fair bezahlen.“ Die fatale Weltmarktorientierung, wie sie von den großen Parteien, allen voran der CSU, propagiert werde, treibe die Bauern in einen knallharten Verdrängungskampf. Ein Irrweg, so Suttner.

 

Näheres dazu auch beim Fernsehsender OTV unter:

www.otv.de/nabburg-volksbegehren-gegen-bienensterben-329676/

Arnold Kimmerl, stellv. Landrat u. Fachberater für das Volksbegehren beim Thema Wald.

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