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ÖDP für zukunftsfähige Stadtentwicklung und Flächenmanagement. Nein zum Teublitzer Gewerbegebiet an der A93!

Klimawandel, Flächenfraß, Wachstum auf Kosten der nachfolgenden Generationen, war da was? Die ÖDP hierzu: „Kein Baum darf fallen für jegliches Gewerbegebiet!“

Gegen immer weiter ausufernden Flächenverbrauch und für unbedingten Vorrang von Leerstandsnutzungen sprechen sich die ÖDP-Mitglieder im Kreisverband Schwandorf mit Blick auf das Städtedreieck auf ihrer Online-Versammlung am vergangenen Freitag aus.

Während ÖDP-Bürgermeister Martin Prey aus Niedermurach im nordöstlichen Landkreis bei der Ausweisung eines kleinen Gewerbegebiets für ein paar Handwerksbetriebe mit dem Landratsamt und der Bayerischen Staatsregierung große Probleme hat, sieht man offenbar keine bei zahlreichen Großprojekten im südlichen Landkreis egal ob Versandhandelsgigant in Nittenau, Riesenbaumarkt und Postverteilzentrum in Burglengenfeld, Gewerbegebiet im Zukunftswald Teublitz oder auch Interkommunales Gewerbegebiet an der A93 bei Schwandorf.

Der ÖDP-Kreisverband sagt: "Ganz klar Nein zum Gewerbegebiet an der A93 und zur drohenden Rodung von 40 ha Wald beim Naturschutzgebiet Hirtlohweiher! Die Wachstumswirtschaft ist ein Irrweg!" Die Leerstände in Teublitz und dem gesamten Städtedreieck seien bekannt und sollten primär mit gezielten Anreizen und allen gesetzlichen Möglichkeiten nutzbar gemacht werden. Negativbeispiel NAC: Der Eigentümer sitzt inzwischen in Hamburg oder irgendwo, dem ist es egal, ob das halbe NAC leersteht oder verfällt.

ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Ursula Schindler aus Burglengenfeld meint: "Ein Postverteilzentrum fernab jeder Zug- oder Autobahnanbindung ist nicht nur unpraktisch, es unterstützt den Internethandel, den angeblich keiner will, weil er die Innenstädte schwächt und unterm Strich Arbeitsplätze vor Ort vernichtet."

Die Ökologisch-Demokratische Partei im Landkreis werde weiter dranbleiben und die BIs vor Ort mit allen Kräften unterstützen. Evi Dams, Gründungsmitglied der ÖDP aus Maxhütte ruft ihre Parteifreunde und die Bevölkerung auf: "Zeigt Eure Solidarität, kommt auf die Demos!"

Auf großes Unverständnis stößt bei den ÖDPlern auch die inkonsequente Wohnbaupolitik in Burglengenfeld: Auf dem Kreuzberg lehnten die Räte mit Ausnahme von BFB-Stadtrat Hans Glatzl 5 Wohneinheiten (WE) auf 3900 m2 ab, am Weißgelände hingegen befürworten sie den 10-fachen Zubau: Eine Nachverdichtung von 100 WE auf 8000 m2.

Man sollte besser das Wachstum bremsen, und nicht Baugebiete ausweisen, bis der Kanal platzt. Zwingt der nachzurüstende Kanal für Hussitenweg III die Stadt Burglengenfeld nicht geradezu weitere Baugebiete hinterherzuschicken, damit sich der teure Kanal rentiert? Es ist unsere Pflicht, Flächen für unsere Kinder und Enkel aufzuheben, damit Zukunft bleibt!

Schindler plädiert für eine menschengerechte, moderate Nachverdichtung und wundert sich: "Muss nicht bei jedem neuen Haus ein Baum gepflanzt werden? Man sollte einen OBSTbaum je Wohneinheit fordern, auf dem Weißgelände und allen zukünftigen Wohnbauprojekten!" So hätten vielleicht etwas weniger Wohnungen Platz. "Dafür steigen Lebensqualität, Stadtklima und die Chance auf einen umweltfreundlichen Lebensstil," pflichtet Biologin Brigitte Schütze aus Maxhütte-Haidhof bei. "Denn von Grasdächern haben die Bewohner keinen Nutzen, weder kulinarisch noch optisch."

Zum Schluss ging Kreisvorsitzender Alfred Damm noch auf die Verbrennung von radioaktiv belasteten Abfällen aus Atomkraftwerken im Schwandorfer Müllkraftwerk ein. Durch den Bürgerprotest und eine von ihm gestarteten Onlinepetition konnte zumindest ein Teilerfolg erzielt werden. „Die Mitglieder des Zweckverbandes haben beschlossen, dass kein radioaktiv belasteter Müll mehr von außerhalb des Zweckverbandes hier verbrannt werden darf. Die ÖDP fordert aber weiterhin ganz auf die Verbrennung von Müll aus den AKWs zu verzichten", so Damm.

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