Pressemitteilung
Stadtratsantrag von ÖDP-Stadtrat Alfred Damm erfolgreich!
Stadt Schwandorf fordert den Zweckverband-Müllverwertung-Schwandorf (ZMS) einstimmig auf, dass die Anlieferung des Mülls weiterhin auf der Schiene zu erfolgen hat.
Antrag: Der Stadtrat fordert den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) auf, die Anlieferung des Mülls durch die Schiene aufrecht zu erhalten!
In ihrer Ausgabe am 9. Dezember berichtete die Mittelbayerische Zeitung darüber, dass der Zweckverbandsvorsitzende u. Landrat Thomas Ebeling, wegen Lieferschwierigkeiten mit der DB-AG plant, die Anlieferung des Verbandsmülls so weit wie möglich von der Schiene auf die Straße zu verlagern.
Dies kann aus den folgenden Gründen nicht im Sinne der Schwandorfer Bürger und der Stadt Schwandorf sein:
- Durch die Anlieferung des Mülls mit LKW würde ein massives Ansteigen des Schwerlastverkehrs und der daraus resultierenden Lärm- u. Abgasbelastung für die Anwohner entstehen. Bei einer avisierten Menge Müll von 450.000 Tonnen pro Jahr wären bei einer Transportleistung von z.B. 25to/LKW rund 18000 Anlieferungen und
18000 Rückfahrten im Jahr notwendig. Hingewiesen soll an dieser Stelle auch auf die zukünftig zusätzlich notwendig werdenden Transporte zur thermischen Klärschlammverwertung, die ausschließlich über die Straße erfolgen werden.
- Für die Stadt Schwandorf können die negativen Folgen sein, dass dadurch die geplante Nutzung des Maschek-Geländes u. an der Libourne-Alle eingeschränkt oder nicht mehr möglich ist, wenn durch die LKW-Anlieferung die Lärmgrenzen überschritten werden.
Außerdem führt der zusätzliche LKW-Verkehr zu einer schnellen Abnutzung der städtischen u. kreiseigenen Straßen – was wiederum zu erheblichen Kosten u. damit zur Belastung der kommunalen Haushalte führt.
- Der geplante Umstieg von der Schiene auf die Straße ist in Zeiten des Klimawandels ein völlig falsches Vorgehen. Anstatt zu versuchen den CO2-Ausstoss zu verringern, wird dieser durch die geplante Änderung deutlich erhöht. Dies konterkariert die Bemühungen der Stadt u. des Landes Bayern klimaneutral zu werden.
Sollte der ZMS mit der DB-AG keine Lösung der Anlieferungsprobleme finden, dann muss alles darangesetzt werden, die Anlieferung über die Schiene mit einem anderen privaten Anbieter zu gewährleisten.
Für die Grüne/ÖDP Fraktion
Alfred Damm
Stellv. Fraktionsvorsitzender
