Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Wahlkampfabschlussveranstaltung mit Direktkandidaten Sönke Siebold

Kein Russisch Roulette mit dem Klima!

ÖDP-Bundestagsdirektkandidat Sönke Siebold aus Tiefenbach sprach im Lokal WIP in Burglengenfeld zum Wahlkampfabschluss der ÖDP. In seinem Vortrag ging Siebold auf das für ihn wichtigste Thema Klimaschutz und der daraus resultierenden Mobilitäts-, Energie- und Agrarwende ein und wie vor allem der ländliche Raum davon profitieren kann.

Für eine Mobilitätswende forderte er den Stopp von Neubauten von Straßen. Stattdessen sollte das Geld für die Sanierung des Straßennetzes verwendet werden. Damit der Individualverkehr abnehmen kann muss auch der ÖPNV und das Radwegenetz auf dem Land massiv ausgeweitet werden. Dort wo der ÖPNV sich nicht rechnen kann, müssten E-Autos gefördert werden. „Erreichbar ist dies alles nur, wenn mit den Fördermitteln umgesteuert wird“, so Siebold.

Bei der Energiewende sieht der ÖDP-Direktkandidat enormes Potential und auch finanzielle Vorteile für die ländlichen Regionen. Siebold: „Das Land hat die Fläche um die Städte mit Energie zu versorgen“. Hier setzt ÖDP vor allem auf den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie, auch weil der Flächenverbrauch um den Faktor 40 niedriger ist als bei der Verstromung von Mais in Biogasanlagen. „Damit die Menschen vor Ort von der Energieerzeugung profitieren, sollte auf Bürgergenossenschaften gesetzt werden. Dann bleibt der Gewinn in den Taschen der Bürger anstatt bei den Konzernen“, so der Redner. Positiver Nebeneffekt: Mit einer dezentralen Energie Infrastruktur würden auch die umstrittenen Gleichstromtrassen überflüssig werden.

Auch bei einer Agrarwende fordert Siebold die Förderpolitik für die Landwirte zu ändern. Das Dogma „Wachsen oder Weichen“ sowie die Produktion für den Weltmarkt hat zu einem stetigen Rückgang der bäuerlichen Betriebe geführt. Die Subventionen dürfen nicht mehr nach der Fläche verteilt werden sondern sollen in eine zukunftsorientiere Landwirtschaft fließen, bei der mehr ökologisch gewirtschaftet und auf das Tierwohl geachtet wird. Dazu müssen die Stallumbauten auch entsprechend finanziell gefördert werden. Siebold: „Neben der Erzeugung von Lebensmitteln sollen die Bauern durch die Erzeugung von Energie ein zweites Standbein bekommen. Hier sind PV- u. Windkraftanlagen den Maismonokulturen der Biogasanlagen beim Flächenverbrauch und bei der Stromproduktion weit überlegen und sollten diese ersetzen“.

Am Ende ging er auf die 5% Hürde ein. Wann ist ihre Stimme verschenkt? „Dann, wenn sie nicht wählen gehen oder wenn sie eine der etablierten Parteien wählen. Denn diese haben in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass sie keinen grundsätzlichen Wandel wollen oder können. Erwarten wir wirklich einen grundlegenden Wandel von den Parteien, die schon in ihrem Programm zu wenig vorhaben? Und von denen, die am Tropf der Konzerne hängen? Glauben wir das wirklich?“, so Siebold. Denen die noch unsicher ist welche Partei sie wählen sollen empfiehlt er den Wahlomat zu nutzen und seine Ansichten mit denen der Parteien zu vergleichen.

Geht wählen, wählt die ÖDP, wählt die Zukunft, jede Stimme zählt, so Siebold in seiner Wahlaufforderung.

 

Zurück